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Akihabra ist den meisten bekannt als Pilgerstätte für Anime und Mangafans. Es ist der Himmel für Geeks (jap. Otaku), Nerds und Technologieverliebte. Doch die wenigsten kennen den Ursprung des Viertels. Ihre Anfänge liegen in der Post-WW II Ära. Da wurden damals in Akihabara Lebensmittel und andere rare Güter am Schwarzmarkt gehandelt. Neben dem historischen Untergrund sollen die Verwebungen mit der technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung Japans anhand einiger Gebäude in und rund um Akihabara beleuchtet werden.  Darüber hinaus greife ich auch einige Aspekte der japanischen Populärkultur auf und versuche sie anhand einiger Beispiele zu erläutern. Wir werden uns auch die Zeit nehmen das eine oder andere Gebäude zu betreten und zu durchstreifen.

Die Tour beginnt nicht am Bahnhof Akihabara,  sondern weiter südlich am Bahnhof Iwamotocho. Die erste Station ist ein kleiner Schrein, den man gesehen haben muss. Diesen Spruch werden wir wahrscheinlich in diesen 2 Wochen sicherlich noch öfters hören. Anhand dieses Schreines möchte ich kurz auf diverse Gottheiten eingehen und ein paar Popkulturelle Verschränkungen aufzeigen. Danach geht es im Zick Zack Kurs durch Akihabara. Cafes, Einkaufshäuser, Straßenbilder, Getränkeautomaten und illegale Güter werden uns auf dem Weg begegnen. CosplayerInnen, Musikbands, Demonstrationen und Rituale werden wir anstreifen. Wir werden uns den Zusammenhang zwischen Mord, Medienbildern und Popkultur betrachten und wie die Otaku Japans Wirtschaft retten sollen, aber trotzdem dafür geächtet werden.

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Planung und Realität Klaffen oft weit auseinander. So auch bei dieser Tour. Meteorologische Einflüsse, reisebedingte Müdigkeit und konstante Reizüberflutung, ließ die Gruppe kontinuierlich schrumpfen. Kurz gesagt kamen wir durchnässt, erfroren und körperlich wie geistig erschöpft am Bahnhof Iwamotocho an. Wir verloren auf dem Weg eine paar tapfere Mitstreiter, aber setzten unsere Reise weiter fort damit deren Verlust nicht umsonst war. Wir verlassen den Bahnhof, folgen dem Straßenverlauf und biegen anschließend nach rechts in eine kleine Straße ein. Wir erreichen

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eine der zahlreichen, meist von PKW freien, kleinen Gassen Tokios. Würde man in einer dieser Straßen abgesetzte werden, man würde nicht vermuten, sich in einer der größten Metropolenregionen der Welt zu befinden. Zu ruhig ist es dort, zu weit entfernt klingen die motorisierten Kolonnen, die sich täglich durch die Stadt wälzen. Der verbaute Fluss, die zahlreichen Überführungen für den motorisierten Verkehr, die Fußgänger und die Metrolinien lassen einen die dahinter liegende Stadt erahnen. Wir gehen weiter und lassen unsere Gedanken schweifen. Sie werden begleitet vom steten klang des Regens und dem Neonschein der sich in der Ferne am Himmel abzeichnet. Die Aurora 2.0. Unser eigentliches Ziel. Davor wollen wir noch einen letzten Versuch wagen einen weiteren Schrein zu besuchen. Kann das die Gruppe ertragen? Wir werden sehen.

20131005-IMG_9138Wir betreten den kleinen  Yanagimori Schrein durch die für Japan typischen Torii. Rote, aus Holz gefertigte Tore, welche den Eingang in ein heiliges Gebiet markieren. Wir übertreten die Schwelle und treten ein in die fabelhafte Welt japanischer Gottheiten, Mythen und Glaubensvorstellungen. Der Schrein wird wegen einer seiner Statuen O-Tan0uki Sama Jinja genannt, oder zu Deutsch Verehrter Herr Waschbär Schrein. Tanuki sind auch Fabelwesen aus der japanischen Folklore. Sie sind dafür bekannt, dass sie Reisende austricksen, deren Nahrung stehlen, in die Irre führen und vor allem dafür dass sie enorme Hodensäcke besitzen. Diese können sich magisch in Tricks, Werkzeuge und Verkleidungen verwandeln. Hodensäcke werden im Japanischen auch oft als Kintama bezeichnet, welche auch die Bedeutung Goldene Kugeln haben kann. Eben dieses Wortspiel welches einen Zusammenhang zwischen Bällen der reproduktiven und chemischen Art herstellt liefert den Grund wieso Tanuki Statuen oft vor Restaurants und Bars anzutreffen ist. Aber wieso wurde dieser Kreatur solch ein Schrein gestiftet? Um diese Frage zu beantworten reisen wir abermals ins 17. Jahrhundert zu unserem bereits bekannten Shogun. Ein Repräsentant des Shoguns hat damals eine Dame namens Keisho-in bei einem seiner Rundgänge entdeckt. Sie war die Tochter eines armen Gemüsehändlers. Er war von ihrer Schönheit beeindruckt und holte sie ins Schloss Edo damit sie sich dem Harem des Herrschers anschließt. Diese Frauen hatten egal von welchem Stand einen gewissen Einfluss auf den Shogun. Speziell in diesem Fall wo Keisho-in auch einen Sohn zur Welt brachte welcher die Nachfolge des Shoguns antrat. Für die damalige Zeit eine steile Karriere für eine Tochter eines Gemüsehändler und zum Dank errichtete sie im späten 17. Jahrhundert diesen Schrein. Auch wenn diese Praxis der Verheiratung eine durchaus gängige Praxis darstellte so ist diese aus heutiger Perspektive jedoch sehr traurig. Eine andere Gottheit die Eng mit Akihabara verbunden ist die von der Gottheit Akiba, der für seine Fähigkeit bekannt war Feuer zu bezwingen. Nachdem ein Feuer in den 80er Jahren die Gegend um das heutige Akihabara zu großen Teilen zerstörte, ließ der Shogun einen Schrein gründen, der sozusagen als Schutzzone für potentielle neue Feuersbrünste darstellen sollte. Das Dekret schien jedoch nicht weite Verbreitung gefunden zu haben, da erstens die Bevölkerung davon ausging, dass Akiba diesem Schrein innewohnt und zweitens diese Schutzzone weiterhin munter bebaut wurde. So wandelte sich nach einiger Zeit der Name Akiba no Hara (Feld der Gottheit Akiba) zu Akihabara (das Herbstlaub Feld). Der Grund liegt hierfür in der unterschiedlichen Lesemöglichkeit der jeweiligen Schriftzeichen und der inexistenten Ausweisung der gewünschten Leseart.

Wir verlassen den Schrein und lassen die Informationen sickern. Wir wenden uns wieder unseren weltlichen Problemen zu. Dem Regen, der Kälte und der Müdigkeit. Wir haben sie kurz vergessen während den fantastischen Erzählungen. Sind eingetaucht in die Fabelwelt Japans, konnten uns umsehen im Japan der Edo Zeit und uns an den uns eingeflößten Bildern wärmen. Die zahlreichen Feuerstellen, wo der frisch gefangene Fisch gebraten und unter freiem Himmel feilgeboten wird. Das Rege treiben der Händler, die Fluss auf- und abwärts fahren und in der Ferne das erhabene Schloss des Shogun. Das damalige politische wie militärische Machtzentrum Japans.

Wir queren eine Fußgängerbrücke betreten die Chuo Straße. Jene Straße an der die Daimyou alle drei Jahre beim Shogun aufmarschiert sind um ihre Aufwartung zu zeigen. Dieses System nannte man Sankinkoutai. Wörtlich wechselnde Aufwartung. Diente dazu die Macht der Daimyou durch die Organisation, die Reise und den Aufenthalt in Tokyo und der damit verbundenen finanziellen Aufwand einzuschränken und der Kontrolle. Praktischerweise wurden die Ehefrauen, Töchter und Kinder auch außerhalb dieser Zeiten eingeladen in Tokyo zu verweilen, damit diese bei der Ankunft ihres Landesfürsten auch schon vor Ort sind um Ihn in einer Familiären Umgebung willkommen heißen zu können. Welch nette Geste des Shogun. Knappe 150 Jahre später, existiert weder der Shogun noch sein Schloss, das Sankintoutai System wurde vom Zwang zur Notwendigkeit und der Kaiser lebt immer noch. Die Straße ist asphaltiert und beherbergt zahlreiche, für das Leben Tokyos lebensnotwendige, Infrastrukturleitungen. Ohne diesen wäre diese Stadt gar nicht möglich. Auch Akihabara mit seinen zahlreichen Neonbeleuchtungen, technologischen Spielereien, Elektronik Shops, Maid Cafes, Getränke- und Tabakautomaten wäre inexistent. Neben dieser Infrastruktur gab es zahlreiche Faktoren, die Akihabara zu dem machten wie es heute ist.
Nach der Meji Restoration und der Öffnung Japans, entwickelte sich ein reger Handel in Tokyos Hafen. Der Kanda Fluß, der durch Akihabra fließt, verband diesen Bezirk mit dem Hafengebiet und wurde zu Beginn für den Transport und Handel von Holz verwendet, aber auch für den Fischhandel. Der Bau der U-Bahn ergab einen weiteren Impuls für das Gebiet und festigte Akihabara als Handelszone und zog nun auch Technikbegeisterte Menschen an, welche auch oft als die Proto-Otaku bezeichnet wurden. Das Erdbeben 1923, der damit einhergehende Zerstörung und Neuaufbau, sowie der Sino-Japanische Krieg 1937 mit all seinen technologischen Erneuerungen, gaben Akihabra einen neuen Schwung. Das Radio und der Staubsauger waren die heiß begehrten Artikel während der Kriegszeit. Großhändler breiteten sich in Akihabra aus und versorgten das Militär sowie die Technik begeisterte Bevölkerung mit allen möglichen Elektroteilen. Nach dem Krieg entstand auch an dieser Stelle ein Schwarzmarkt wo Reis, gegen alle Möglichen elektronische Ware gehandelt werden konnte. Ein Radio war für den stolzen Preis von ca. 72 Liter Reis zu haben. In den 1950er Jahren wollte General MacArthur den Schwarzhandel unterbinden und verbot per Gesetz den Handel unter freiem Himmel, was die Händler dazu zwang quasi über Nacht feste Gebäude zu errichten um Ihre Waren feilbieten zu können. Diese Regelung brachten die auch noch heute existenten Unternehmen wie Ishimaru Denki und Sato Musen zum Vorschein. Das Radio Kaikan, war mit seinen 7.Stockwerken das erfolgreichste und konnte in Akihabara immer wieder neue Trends setzen. Die 60er Jahre waren geprägt von der heiligen Dreifaltigkeit, dem Radio, der Waschmaschine und dem Kühlschrank, gefolgt vom Fernseher, dem Tiefkühlschrank und der Stereoanlage. Sie wurden auch Mikusa no Kandakara genannt, eine direkte Anspielung auf die heiligen drei Throninsignien des japanischen Kaiserhauses, dem beginn des wirtschaftlichen Aufstieg

Japans und zumindest laut Morikawa der ersten Otaku, welche in ihren Kinderzimmern aufwuchsen. Akihabara war der Ort, an dem die typische japanische Mittelstandsfamilie elektronische Güter einkaufen ging. 10 Jahre später, mit dem weiterhin anhaltenden Boom und dem Aufschwung der Automobilindustrie, entstanden an den Stadträndern Tokyos die ersten großen Department Stores, welche durch ihre heterogenes Warenangebot, dem Familienfreundliches Ambiente und der Möglichkeit mit dem eigenen Auto vorzufahren, die Kaufkraft aus dem Zentrum, und damit auch Akihabara abschöpfte. Was übrig blieb war ein Vakuum, das bald von  der nächsten technologischen Entwicklung gefüllt werden würde, dem PC.

1976 verkaufte NEC seine ersten PC Teile für den Eigenbau im Radio Kaikan. Die Entwicklung gewann an Rückenwind und bald verkauften die ersten großen Kaufhäuser PC´s und der Trend schwappte weiter über nach Akihabara. Weitere kleine Händler, die Elektronikteile für Pc´s verkauften wurden gegründet und 1990 öffnete LaOX, ein 7. Stockwerk hohes Elektronik Kaufhaus, mit PC´s, Handys und anderer Unterhaltungselektronik seine Pforten und Zog weitere Hardware Otakus an. Mit dem Verkaufsstart von Windows 95 der, Gründung von Tora no Ana, dem ersten Doujinshi Shop (Zeitschrift von und für Gleichgesinnte“ und bezeichnet von nichtprofessionellen Zeichnern im Selbstverlag herausgegebene Mangas, ähnlich wie Fanzines.) und von Mandarake, einem Secound Hand Manga Laden wurde das alte auf Familien ausgerichtete Akihabara begraben. Die neuen Einwohner waren vor allem junge, männliche, technikinteressierte Konsumenten.  Die Marschrichtung bestand aus Elektronik die es erlaubte künstliche virtuelle Welten zu kreieren und zu manipulieren gepaart mit Plattformen um diese auszutauschen. Das Animefieber, transportiert durch die Anime Serie Sailor Moon und Neon Genesis Evangelion, taten ihr Übriges um dem aufkommenden Boom zu unterstützen.

20131005-IMG_9141Wir winden uns abermals kurz durch die engen Gassen und bleiben vor einem Gebäude stehen. Das Objekt unserer Betrachtung ist das sogenannte Pop Life Department. Ein 4 Stockwerk hohes Gebäude mit neongrüner Beleuchtung, vollgestopft mit aller Arten von Sex Artikeln und das größte seiner Art in Akihabara. Diese physische Manifestation mit all seinen Inhalten dient als Bühne für die weitere Erzählung über einen Vorfall der sich in den 80er Jahren ereignete und das verzerrte Bild der Otaku in der japanischen Gesellschaft bis heute prägte. Das des zurückgezogenen, psychisch labilen, sozial inkompetenten Menschen mit all seinen abscheulichen Sexpraktiken und Obsessionen für Mangas und Animes.

Im Jahr 1989 wurden in der Präfektur Saitama vier Mädchen im Alter zwischen vier und sieben, von Miyazaki Tsutomo, entführt, ermordet und post mortem sexuell misshandelt. Die Medien portraitierten Miyazaki in der Öffentlichkeit als

obsessiven Sammler von VHS Kassetten und beschreiben ihn als eine in sich verschlossene Persönlichkeit. Das von den Medien als schäbig beschriebene Zimmer war bis zur Decke befüllt mit zum Großteil ungesehenen Anime Kassetten pornographischen und gewalttätigen Inhaltes. Miyazaki wurde in den Medien als Otaku 

gebrandmarkt, oder besser gesagt der Begriff Otaku wurde mit ihm in Verbindung gebracht. Diese Subkultur war der damaligen breiten Gesellschaft jedoch unbekannt, und erhielt erst durch diesen Vorfall eine Bühne, auf dem das Bild der Otaku, auch noch bis heute, negativ etikettiert wurde. Doch was zeichnet nun einen Otaku aus? Welche Definitionen existieren noch abseits der von den Medien geprägten? Morikawa Kachiro, entwickelte in seiner Arbeit eine Theorie der Otaku, die er eng mit der Entwicklung Akihabaras verknüpfte. Ausgehend von der Beobachtung, dass Otaku ihre eigenen 4 Wände mit Symbolen ihres Begehrens (Mangas, Animes, Computerspielen, Spielzeugen und Plakaten) schmücken und diese Gegenstände auch zu manipulieren wissen indem sie eigene Geschichten verfassen, Charaktere neu einkleiden und zeichnen, versucht er anhand von Beispielen die Essenz eines Otaku herauszuarbeiten. Das was einen Otaku ausmacht, ist die Passion einem Thema, einer Geschichte oder einem Charakter gegenüber und dem Willen diese zu seinen wünschen zu transformieren. Dabei macht es keinen Unterschied ob es in schriftlicher Form passiert, gezeichnet wird oder der Otaku sich in digitalen Sphären bewegt. Für Morikawa markieren die Kinderzimmer der 60er Jahre den Beginn der Otaku. Das ist der Zeitpunkt d

es wirtschaftlichen Aufschwung Japans, des überaus großzügigen Familienbudgets und der damit verbundenen Ausgabemöglichkeit für Spielzeuge aller Art für die damalige Jugend. Akihabara ist bloß die physische Manifestation der Kinderzimmer in den öffentlichen Raum. Die Art der Gestaltung der Gebäude und deren Inhalte reflektiert das Wesen der Otaku. Der PC Markt mit der Möglichkeit seine eigene Hardware zusammen zu stelle, die Software die es erlaubt eigene Welten zu kreieren und auch die die Doujinshi Shops um eigene erfundene Geschichten auszutauschen.  Akihabara  war nicht nur  ein Handelsort es war auch ein Wohnzimmer von Fans für Fans.

Ein Teil dieses Wohnzimmers befasst sich auch mit dem Thema Sexualität. Wir betreten das Pop Life Department und sehen uns um. Grotesk ist das Bild das uns begegnet bei weitem nicht. Banale Sexspielzeuge findet man auf diesen Stockwerken wieder. Viele Verkleidungen, 0815 SM Ausstattungen, Photographien von angeblich glücklichen Kunden und vor allem zahlreiche Sicherheitskameras die den Einkäufer auf der Entdeckungsreise filmen. 30 Minuten später verlassen wir das Gebäude und tauchen wieder ein in das Gewusel der Straße nur um vor dem Gundam Cafe stehen zu bleiben. Es ist ein auf dem gleichnamigen Manga beruhendes Cafe. Dessen Ursprünge auf das Jahr 2000 zurück zu führen sind. Bei der Tokyo Game Show, entwarf der Spielehersteller Cocktail soft für eines seiner Spiele eine sehr ungewöhnlichen Showroom. Ein Cafe, in welchem die Angestellten sich als Charaktere aus dem Spiel ausgaben und die Besucher bedienten. Dieses Setting sprang schnell auf Akihabara über und die Maid Cafes erreichten zum Ersten mal den öffentlichen Raum in Tokyo. Von dort war es nur ein kleiner Sprung zu den heute zahlreich vorhandenen Themencafes wie dem Gundam Cafe.

20131005-IMG_9160Wir biegen nun wieder auf die Hauptstraße und suchen uns eine Pachinko halle. Pachinko ist ein japanisches Bagatelle-Spiel. Eine Mischung aus Flipper und Glücksspielautomat. Auch wenn das Glücksspiel in Japan per Gesetz verboten ist, scheint es die Behörden nicht weiter zu stören, dass diese Art des Spieles weiterhin betrieben wird. In Japan existieren ca. 16.000 Spielhallen in denen Japaner jährlich ca. 250 Milliarden Euro liegen lassen. Eine nette Summe die das BIP auf angenehme Art und Weise aufpoliert. Rein rechtlich gewinnt man am Automaten auch kein Geld, sondern lediglich kleine Metallkugeln, welche dann gegen Gegenstände eingetauscht werden können. Je nach Anzahl der Kugeln erhält man dann entweder Kugelschreiber, Zigaretten oder Parfumflaschen. Mit diesen speziell gekennzeichneten Preisen verlässt man die Spielehalle und „verkauft“ diese in einem extra dafür vorgesehenen Geschäft. Dadurch wird das Gesetz quasi umgangen und diese Art des Glücksspieles sprichwörtlich bagatellisiert.

 

 

http://www.onmarkproductions.com/html/tanuki.shtml Weitere Informationen zu Tanuki und generelle Seite über Religion in Japan (Englisch)

http://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Mythen:Verwandlungskuenstler/Tanuki Tanuki & generelle guter einblick in die Japanische Religion

http://www.ms-online.co.jp/pc/ Pop Life Department Homepage

http://tokyoscum.blogspot.co.at/2011/12/history-of-akihabara-part-2.html Otaku und das Auftauchen in den 80ern. Erstes auftauchen in Medien.

http://de.wikipedia.org/wiki/D%C5%8Djinshi Erklärung zu Doujinshi