View Kyoto – Uji – Byodoin in a larger map

Uji (宇治市) ist eine Stadt in der japanischen Präfektur Kyōto südlich von Kyōto. In der Stadt leben rund 200.000 Einwohner und sie ist Standort für zahlreiche Tempel und Schreine. Seinen frühen Aufstieg verdankt Uji der günstigen Lage am Fluss, der insbesondere in historischen Zeiten eine bedeutende Wasserstraße war. Es soll bereits im 4. Jahrhundert der Sohn des Kaisers Ojin einen Palast errichtet haben. Der Bau einer Brücke 646 festigte die Bedeutung der Ansiedlung noch einmal. Als 794 Kyōto zur Hauptstadt erklärt wurde, war Uji ein beliebter Aufenthaltsort für den Adel. Aus dieser Zeit stammt auch der im Osten von Uji gelegene Byōdōin Tempel.

Neben der verstärkten Position als Handelsplatz verdankt Uji seine wirtschaftliche Bedeutung dem Tee. Seit der Einführung des Tees in Japan durch den Zen‐Priester Eisai im 12. Jahrhundert war Uji ein Zentrum für die Produktion herausragenden Tees. Noch heute beziehen Tempel und Chado‐Häuser ihren Tee aus Uji. Das Gramm von erstklassigem Tee (Tenju Premium) erzielt einen Preis von bis zu 200 Yen.

Quellen:

http://www.japan-guide.com/e/e3923.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Uji_%28Ky%C5%8Dto%29

Sehenswürdigkeiten:

  • Byodo-In Tempel (UNSECO) – (Renovationsarbeiten bis März 2014)
  • Teehäuser
  • Stone Pagoda (errichtet 1286)
  • Fluss, Brücke, Insel
  • Kosho-Ji Tempel
  • Eshin-In Tempel
  • Mimuroto-Ji Tempel
  • Diverse Schreine
  • Tale of Genji Museum
  • Tee Museum

Dauer der Tour:

  • ½ Tag (ausdehnbar auf 1 Tag)

Wie kommt man dort hin?

  • Zug von Kyoto mit der Nara Line zur JR Uji Station (20 Minuten Fahrzeit, 230 Yen/Richtung)
  • Alternativ: Zug von Kyoto mit der Keihan Uji Line (30 Minuten Fahrzeit, 300 Yen/Richtung)

Eintrittspreise und Öffnungszeiten:

  • NORMALERWEISE Byodo-In Tempel: 600 Yen (+500 Yen für Phönix-Halle) – geöffnet: 0830 – 1730
  • WEGEN RENOVATIONSARBEITEN 300 Yen, Phönix Halle geschlossen!!!!

Erklärung zur Tour:

Für eine halbtägige Tour empfiehlt sich, nicht alle Tempel und Schreine genau anzusehen. Die von mir als am wichtigsten empfundenen Sehenswürdigkeiten sind der Byodo-In Tempel, Steinpagode und die Insel, die man über kleine Holzbrücken über den Uji River erreicht. Leider wird der Tempel gerade renoviert! Am Weg sollte man sich auch Zeit für einen „hausgemachten“ Tee nehmen. Der Tee aus Uji ist in ganz Japan für seine Qualität und seinen Geschmack berühmt.

Der Mimuroto-Ji Tempel liegt fern ab von allen anderen Sehenswürdigkeiten und ist somit nicht erreichbar. Diverse Schreine und der Kosho-Ji Tempel, sowie der Eshin-In Tempel und das „Tale of Genji“ Museum sollten, wenn überhaupt, aus Zeitgründen auch nur von außen betrachtet werden.

Byodo-In Tempel (Renovationsarbeiten bis März 2014)

Der buddhistische Tempel wurde 998 in der Heian Zeit als Landhaus von Fujiwara no Yorimichi, einem mächtigen Mitglied des Fujiwara Clans, erbaut. Erst 1052 wurde das Gebäude zu einem buddhistischen Tempel umfunktioniert. Der Byōdō‐in besteht aus einer zentralen Halle, flankiert durch zwei Flügelkorridore auf beiden Seiten und einem hinteren Korridor. Von oben betrachtet soll es die Form eines Vogels mit ausgebreiteten Schwingen darstellen. Das berühmteste Gebäude des Tempels, das 1053 erbaut wurde, ist die Amida oder PhönixHalle. Von einem 1997 ausgebaggerten Teich umgeben, ist es das einzige original erhaltene Gebäude, da alle anderen Bauwerke während eines Bürgerkrieges 1336 abgebrannt sind. Ihren Namen könnte die Halle sowohl durch die vorher erwähnte Gebäudeanordnung oder von den zwei bronzenen Phönixen am Giebel des Tempels, die sich im Teich spiegeln, erhalten haben.

Innerhalb der Phönix‐Halle befindet sich das Bildnis des Amida Buddha. Die 3 Meter große Skulptur wurde 1053 von Jocho, einem berühmten Bildhauer, aus japanischem Zypressenholz geschnitzt. Die Statue ist aus insgesamt 53 Holzteilen zusammengesetzt und stellt die für Amidadarstellungen typische Meditationsgeste dar: beide Hände liegen, die Handflächen nach oben gerichtet, auf den Knien.

Sowohl auf der 10 Yen Münze, als auch auf dem 10.000 Yen Schein ist der Tempel abgebildet. Da der Byōdō‐in Tempel eines der wenigen erhaltenen Bauwerke der Heian Zeit ist, wurde die Anlage 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Die Halle sowie diverse andere Gegenstände im Byōdō‐in sind nationale Kulturgüter Japans. Viele der nationalen Schätze werden im Byōdō‐in Tempelmuseum ausgestellt, darunter 52 hölzerne Bodhisattva (Statuen aus Heian Periode), die Tempelglocke und zwei Phönixstatuen.

Weiters wurde 1968 im Tal der Tempel auf der hawaiianischen Insel O‘ahu ein maßstabs‐ und originalgetreues Replikat des Tempels gebaut.

Quellen:

http://www.sacred-destinations.com/japan/kyoto-byodoin

http://www.gojapango.com/travel/kyoto_byodoin_temple.htm

byodo in uji

Bildnachweis:

http://www.taishimizu.com/pictures/uji-byodo-in-phoenix-hall-d200-tokina-11-16mm.jpg

byodo in eingekleidet

Bildnachweis:

http://www.japan-guide.com/g8/3923_02.jpg

Steinpagode

Eine Pagode ist ein markantes, mehrgeschossiges, turmartiges Bauwerk, dessen einzelne Geschosse meist durch vorragende Gesimse oder Dachvorsprünge voneinander getrennt sind. Gebäude dieser Art sind in Vietnam, China, Nepal, Burma, Japan und Korea zu finden.

Die Steinpagode wurde vom Shingon-Mönch Eizon (1201–1290) nahe der berühmten Brücke von Uji und des Tempels Byōdō-in im Süden Kyotos auf einer Insel im Uji Fluss errichtet. Sie sollte die Stabilität der Brücke sichern helfen. Unter der Pagode sollen sich Fischereigeräte befinden — eine Methode, um durch die Verschonung von Lebewesen gutes Karma anzusammeln.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pagode

http://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Bild:Ishinoto.jpg

Stone pagoda

Bildnachweis:

http://venividizoom.com/wp-content/uploads/02-Uji-stone-pagoda_01.jpg