http://www.youtube.com/watch?v=J4qWZWVDHCU

 

Mit Beginn der Meiji-Restauration von 1868 findet eine Zäsur in der japanischen Geschichte statt: Japans Moderne beginnt mit der wirtschaftlichen, gesellschaftliche und politische Modernisierung und Öffnung des Landes nach mehr als 200 Jahren Isolations- und „Abschlusspolitik“. Das Land wird als zentralistische Autokratie beherrscht; der Tenno (Monarch) steht über allen Gesetzen und das Land wird von der Aristokratie verwaltet. Tokio wird zur Hauptstadt und Japan wird die heutigen Präfekturen eingeteilt.

 

http://www.youtube.com/watch?v=zl6VsGjfYaU

 

Die neue Verfassung von 1947 basiert auf den Prinzipien: Volkssouveränität, Pazifismus und Respektierung der Menschenrechte. Die neue Staatsform ist die parlamentarische Demokratie, der Tenno besitzt keine politische Macht mehr. Das Handeln der Regierung wird von der Politik des Wachstums bestimmt. Besonders in der Zeit vor der ersten Ölkrise 1973 wuchs Japans Wirtschaft rasant. Nachdem daraufhin verstärkt auf Atomkraft gesetzt wurde, überstand das Land die zweite Ölkrise unbeschadet und die Wirtschaft wuchs weiter. Der Yen wurde aufgewertet und die Immobilienpreise erhöhten sich schnell. In Erwartung von Spekulationsgewinnen wuchs der Aktienmarkt. Diese bubble economy platzte am Beginn der 1990er Jahre und es folgte die „verlorene Dekade“. Gesetze zu Deregulierung und Privatisierung führten dazu, dass sich Japans Wirtschaft Anfang der 2000er Jahre wieder erholte.

 

http://www.youtube.com/watch?v=Mf-zjB7i9Lc

 

 

Quellen:

 

Poniatowski, Birgit: Infrastrukturpolitik in Japan – Politische Entscheidungsfindung zwischen regionalen, sektoralen und gesamtstaatlichen Interessen; Monographien aus dem Deutschen Institut für Japanstudien der Philipp Franz von Siebold Stiftung, Band 31, Iudicium Verlag München, 2001

http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_Japans

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Japans