View Japan 2013 – Fischmarkt in a larger map
Das Viertel Tsukiji

Tsukiji bedeutet so viel wie künstlich aufgeschüttetes Land. Bis zum 17. Jahrhundert zog sich entlang des Flusses Sumida sumpfiges Marschland dahin, das man nach und nach mit dem anfallenden Aushub beim Bau der Palastanlagen auffüllte. Mit der Zeit entwickelte sich die Gegend zu einem beliebten Wohnort für Samurai, Feudalherren und Ausländer. Durch das Beben 1923 zum Großteil zerstört, veränderte sich die Infrastruktur während des Wiederaufbaus grundlegend. Der einstige Fischmarkt in Nihonbashi bekam jetzt hier einen neuen Platz.

 

Tsukiji-Markt (Fischmarkt Jonai Shijo und Outside-Market Jogai Shijo)

Der offiziell als Tokyo Metropolitan Central Wholesale Market benannte Markt liegt im namensgebenden Stadtviertel Tsukiji des Tokioter Stadtbezirks Chuo. Er befindet sich in der Nähe des Kabuki‐Theaters, bei der Tsukiji‐shijo Station der Oedo U‐Bahn und der Tsukiji Station der Hibiya U‐Bahn, am Hafen.

 

Der ganze Fischmarkt ist ein System aus Groß‐, Zwischen‐ und Einzelhändlern und ist in zwei Teile aufgeteilt. Einen „Inneren Markt“ (jonai shijo), in dem die Fischauktionen stattfinden und lizensierte Großhändler ihren Fisch an Restaurantchefs und Ladenbesitzer verkaufen, und den „äußeren Teil“ (jogai shijo), einem Gassengewirr von kleinen Läden, die Fisch, Lebensmittel und Küchenutensilien verkaufen. Außerdem sind zahlreiche Restaurants vorhanden, die günstige und leckere Gerichte verkaufen. Am besten stellen wir uns dort an, wo es eine lange Schlange gibt – denn das Warten lohnt sich.

 

Täglich werden hier 2000 Tonnen Meeresfrüchte gehandelt und die ca. 1700 Stände, die 15000 Gastronomen und Lebensmittelhändler der Stadt mit 450 Sorten Fisch und Meeresfrüchte eingedeckt. Das Angebot reicht von der kleinen Sardine bis zu 300 kg Thunfisch, von billigem Seetang bis zum teuersten Kaviar. Im Jahr 2003 wurden vom zentralen Großmarkt ‐ weitere Fischmärkte befinden sich in Ota und Adachi ‐ 615.409 Tonnen (2.246 Tonnen täglich) Fisch und Meeresfrüchte umgesetzt. Die Zahl der registrierten Angestellten variiert zwischen 60 000 du 65 000, wobei hier Großhändler, Wirtschaftsprüfer, Auktionäre, die Geschäftsleitung und die Zwischenhändler mit eingerechnet werden.

 

Spezielle Orte

  • Messerhändler Masamoto

Meister Masamoto verkauft seine Messer hauptsächlich an Profiköche, aber auch an Touristen. Auf jeden Fall ist es sehenswert, wie die Mitarbeiter im hinteren Bereich am Schleifstein die Messer schärfen.

  • Teeladen Uogashi Meicha

Der Teeladen Uogashi Meicha ist angeblich eines der besten Teegeschäfte in Tsukiji. Tipp: Grüntee ist das ideale Souvenir! www.uogashi-meicha.co.jp Mo – Sa: 10 – 17 Uhr

  • Tsukiji Hongan-ji Tsukiji Hongan-ji

Dieser buddhistische Tempel fällt durch seine indische Architektur ins Auge. Er ist zugleich einer der größten buddhistischen Tempel in Tokio. http://tsukijihongwanji.jp/

 

 

 

Anreise & Tour

Prinzipiell bieten sich uns hier zwei Möglichkeiten:

  1. Wir schlagen uns die Nacht um die Ohren und finden uns kurz vor 5:00 Uhr beim Data and Information Center for Fish am Eingang „Kachidoki-Gate“ ein, um bei einer geführten Tour durch die Auktionshalle teilnehmen zu können. Diese starten entweder um 5:25 Uhr oder um 5:50 Uhr und dauern jeweils 25 Minuten.
  2. Wir verbringen die Nacht im Hostel und besuchen den Markt erst ab 9:00 Uhr, da ab diesem Zeitpunkt die Bereiche der Großhändler frei zugänglich sind.

Anfahrt vom Hostel – ca. 30 Minuten

Asakusa Line oder Ginza Line ausgehend Asakusa Station -> Higashi-ginza bzw. Ginza

Oedo Line ausgehen Kuramae Station -> Tsukijishijo

 

Anna und Lisa empfehlen Variante 1 ;)

 

Quellen:

Exkursionsbericht Japan 2010

Schwab, A. (2013): Labyrinth Tokyo. 38 Touren in und um Japans Hauptstadt. Norderstedt: BoD – Books on Demand

Sommer, K. (2011): Tokyo mit Kyoto. Tipps für individuelle Entdecker. Dormagen: Reisebuchverlag Iwanowski GmbH

Fotos: Ruzica Cuic