Allgemeines zur Regligion in Japan

In etwa die Hälfte der Japaner bekennen sich laut Statistik zum Buddhismus, aber auch zum Shintoismus. Dabei sind die Statistiken derweil verwirrend, weil die Erhebung unabhängig vom Pass der Person wie folgt durchgeführt wird. Ein buddhistischer Mönch wird logischerweise als Buddhist gezählt. Im Gegensatz dazu, wird der Japaner, der mit Geld die Stätte unterstüzt als Shintoist erhoben.

Das Christentum ist in Japan nicht verbreitet und zählt mit rund einem Prozent zu den Minderheiten der in Japan praktizierten Religionen.

Zum Thema Praktizieren ist in Japan bemerkenswert, das meist eine Kombination aus unterschiedlichen religiösen Überzeugungen vorzufinden ist. Entscheidend dazu hat der Shintoismus beigetrage, da der Shintoismus auch eher als die japanische Adaption des Buddhismus angesehen werden kann. Da der Shintoismus keine absolute Religion im Sinne beispielsweise des Christentums oder des Islams ist, war es den Anhänger seit jeher möglich ihre Ansichten mit anderen Religionen zu kombinieren.

Ein grosser Teil dieser Freiheit und Möglichkeit ist auch der Tatsache zu verdanken, dass lange Zeit die Religion in der Politik Japans keine Rolle gespielt hat. In Hinsicht auf die Geschichte Japans gab es nur kurzweilig Versuche Religion und Staat zu verbinden. Das geschah vor allem zur Zeit der Meiji-Epoche (1886 – 1912). Dabei wurde per Verordnung versucht die Kami vom Buddhismus zu trennen. In dieser Zeit wuchs Japan zur imperialen Grossmacht und es wurde versucht den Einfluss des Kaisers damit wieder zu stärken. Es gab also einen staatlichen Shinto und der Buddhismus wurde zu dieser Zeit unterdrueckt.